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Die grossen Währungspaare werden weiterhin von Zinsdifferenzen, Wachstumsaussichten und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Während der US-Dollar von der robusten US-Wirtschaft und dem anhaltenden Zinsvorteil profitiert, bleibt der Schweizer Franken als sicherer Hafen gefragt. Der Euro zeigt zwar erste Stabilisierungstendenzen, benötigt für eine nachhaltige Aufwertung jedoch eine deutlichere wirtschaftliche Belebung in Europa. Insgesamt sprechen die aktuellen Rahmenbedingungen für einen strukturell starken US-Dollar und Franken, wobei erhöhte Schwankungen an den Devisenmärkten weiterhin zu erwarten sind.
Der Euro konnte sich gegenüber dem US-Dollar zuletzt nur begrenzt erholen. Während die europäische Konjunktur erste Stabilisierungstendenzen zeigt, profitiert der US-Dollar weiterhin von der vergleichsweise robusten US-Wirtschaft und den höheren Zinsen in den USA. Die US-Notenbank signalisiert zudem eine vorsichtige Haltung bei weiteren Zinssenkungen, was den Zinsvorteil des Dollars gegenüber dem Euro vorerst aufrechterhält.
Für Anleger bleibt der Dollar damit trotz seiner hohen Bewertung attraktiv. Gleichzeitig könnte eine Abschwächung des US-Wachstums oder eine lockerere Geldpolitik der Fed im weiteren Jahresverlauf zu einer graduellen Dollar-Schwäche führen.
Fazit (12 Monate): Der Dollar dürfte strukturell unterstützt bleiben; eine nachhaltige Euro-Stärke ist erst bei klarer Wachstumsbelebung in Europa zu erwarten – insgesamt leicht USD-positiver Bias mit erhöhter Volatilität.
Der Schweizer Franken behauptet seine Rolle als klassische Fluchtwährung. Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten sowie die weiterhin solide wirtschaftliche und fiskalische Situation der Schweiz stützen den Franken gegenüber dem Euro.
Gleichzeitig hat die Schweizerische Nationalbank ihren Zinssenkungszyklus abgeschlossen. Dadurch nimmt der Druck auf den Franken von der Zinsseite ab. Der Euro bleibt zwar gegenüber dem Franken relativ stabil, grössere Aufwertungspotenziale sind derzeit jedoch begrenzt.
Fazit (12 Monate): Der Franken bleibt strukturell stark; EUR/CHF dürfte in einer engen Bandbreite verharren mit klaren Aufwertungsphasen des CHF in Stresssituationen.
Beim Währungspaar USD/CHF treffen zwei der der zeitgefragtesten Währungen aufeinander. Einerseits profitiert der US-Dollar von höheren Renditen und der Stärke der US-Wirtschaft, andererseits bleibt der Schweizer Franken aufgrund seiner Safe-Haven-Eigenschaften gefragt.
Entsprechend bewegt sich das Währungspaar in einem Spannungsfeld zwischen Zinsdifferenzen und Risikoaversion. Kurzfristig sprechen die höheren US-Zinsen für den Dollar, während mittel- bis langfristig die strukturelle Stärke des Frankens wieder stärker in den Vordergrund treten dürfte.
Fazit (12 Monate): Leicht USD-positiver Grundtrend durch Zinsdifferenz, jedoch mit wiederkehrenden CHF-Stärkephasen – insgesamt ein volatiles Seitwärtsbild mit leichtem USD-Vorteil.
Mimi Haas, Lic. rer.pol. HSG, M.A. in Banking and Finance HSG, Partner
Quellen: MarketMap und Bloomberg
Stand:22.06.2026